Smarte Telephone unterliegen an den meisten Schulen einem strikten Handyverbot. Inzwischen schaffen sich Schulen sogar Tresore an, um die teuflisch teuren Geräte, die sie ihren Schülern abnehmen, sicher verwahren zu können. Oder anders gesagt: Schule gibt lieber Geld aus, um die böse Technik abzuwehren, anstatt sie als gutes Lernmittel in die Schule zu integrieren. Das Handyverbot ist Ausdruck von Hilflosigkeit, das letzte Zucken der analogen Schule. 

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Ein Land wie die Türkei kann mit den großen der Branche, mit Apple, Intel und Samsung über die Lieferung von 15 Millionen Handcomputern verhandeln. Deutschland kann es nicht. Es ist gefesselt in einer Kleinstaaterei, die zurück geht bis zum Deutschen Bund von 1815. Die Bundesländer sind zuständig, heißt das technokratisch gesprochen. Aber das hat einen leicht abzusehende Konsequenz: Die digitale Spaltung der Schulen in den Ländern steht bevor. Reiche Länder wie Bayern, Hessen oder Hamburg werden sich nicht daran hindern lassen, digitale Lerntechnik an ihren Schulen einzuführen. Arme Länder wie das Saarland, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg werden sich das nicht leisten können.

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