Heute wurde die erste digitale Landesschule der Bundesrepublik vorgestellt. Jonathan Bork, ein dreizehnjähriger Schüler und Student (!) über das Konzept der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Simone Oldenburg
Wie findest Du es, Jonathan Bork, dass nun das erste Bundesland eine digitale Landesschule vorstellt?

Wirklich gut. Ich finde allerdings, das hätte ruhig etwas schneller gehen können – gerade wenn man so eine gute Idee hat.

… die ersten SchülerInnen haben schon 2022 mit Materialien der Landesschule geübt, trotzdem gibt es immer noch keinen Schulleiter.

Es wirkt auf mich auch so, als wären die Hürden für die Teilnahme an dieser Schule doch ziemlich hoch. Sprich, die Präsidentin der Bildungsminister-konferenz Simone Oldenburg könnte einfach super viel mehr aus ihrem Konzept rausholen.

Ach ja. Was fehlt Dir an der Variante in Meck-Pomm?

Grundsätzlich klingt das für mich eher wie ein Nachhilfe- und Workshopkonzept. Das ist grundsätzlich kein schlechter Plan. Man hätte in diesem Zug aber problemlos die Philosophie auch erweitern können, um andere erhebliche Probleme in unserem Schultag zu lösen.

Jonathan Bork

Gerade Kinder mit Neurodivergenzen oder anderen besonderen Bedürfnissen haben im normalen Schulalltag oft große Schwierigkeiten. Warum hat man die digitale Landesschule nicht von Anfang an mit der ‚Schule für Kranke‘ verknüpft? Wenn wir ernsthaft Inklusion wollen, müssen wir die Barrieren senken – und genau hier könnte eine gut gemachte Online-Schule einen echten Unterschied machen.

Jedes Bundesland sollte seine eigene Online-Schule haben. Dort könnten sich die Schülerinnen und Schüler jederzeit Material holen – genau dann, wenn sie es wollen oder brauchen.

Was wäre Dein Vorschlag, um in Deutschland schnell und wirksam einen digitalen Ergänzungsspieler für die schlechte alte Präsenzschule zu etablieren?

Jedes Bundesland sollte seine eigene Online-Schule haben. Dort könnten sich die Schülerinnen und Schüler jederzeit Material zu ihren entsprechenden Themen und Fächer holen – genau dann, wenn sie es wollen oder brauchen. Das wäre nicht nur eine Hilfe für Nachhilfe oder Förderung, sondern auch eine echte Lösung bei Krankheitsfällen oder längeren Fehlzeiten. Parallel könnte es regelmäßige Online-Lernstunden geben, die wie eine offene digitale Sprechstunde funktionieren – unverbindlich und barrierefrei. Dort könnten die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen und gemeinsam üben. Das würde auch helfen, wenn Lehrkräfte länger ausfallen. Auf diese Weise könnte die Online-Schule sogar dazu beitragen, den Lehrkräftemangel ein Stück weit abzufedern.