anmerkungen zum blogpost von till westermayer und dem feldzug grüner netzpolitiker gegen anti-missbrauchs-einrichtungen

hi till,

ich will deinen schön geschriebenen blogpost mit ein paar korrigierenden fakten versehen:

es gab eine sonderseite der taz gegen sexuelle gewalt (wegschauende gesellschaft am bsp der reformpädagogik sowie rezension  „im netz“) die seite war im anschluss an den mord an lena in emden. den mord durch einen pädokriminellen, der sich vorher in einem längeren prozess durch kinderpornografie antörnte, dann solche bilder selbst herstellte. das ist der ausgangspunkt der seite – und nicht etwa die verfolgung eines grünen in ba-wü. lies die seite einfach mal. alles haarklein erklärt.

diese spezialseite – auf der AN KEINER STELLE NETZSPERREN gefordert wurden, IM GEGENTEIL heißt es dort, dass man das nicht abschalten soll oder kann – , diese seite also haben mehrere grüne, darunter mandatsträger und mitarbeiter von parlamenten scharf angegriffen. Und zwar auf eine art, dass es einem den atem verschlägt. (darüber wird in jedem einzelfall noch zu sprechen sein, egal ob landtag, bundestag oder europaparlament. aber vergleiche schon einmal die sehr spezielle art eines spd beamten in ba-wü facebook-postings zu gestalten. )

ich gebe zu: es erstaunt mich nicht wenig, wie kaltschnäuzig grüne mitarbeiter und abgeordnete über den fall lena hinwegparadieren, um piratige thesen zu vertreten.

eine ganze reihe absolut seriöser und weithin anerkannter einrichtungen, die sich seit vielen jahren mit sexueller gewalt auseinandersetzen, haben dann versucht zu erklären, wieso sexualität im netz ein für ihre tägliche arbeit wichtiges thema ist – das immer wichtiger wird. erneut wird explizit keine sperridee geäußert, absolut nichts in dieser richtung.

der parlamentsmitarbeiter till westermayer aber behauptet nun einfach das gegenteil. du gehst sogar noch einen schritt weiter: du greifst die wichtige arbeit dieser institutionen an – in einer konzertierten aktion mit anderen grünen, und das aus den parlamenten heraus. ehrlich gesagt, das will mir nicht in den kopf: warum kämpft ihr wie grüne krieger gegen derart wichtige einrichtungen, die kinder und jugendliche vor sexueller gewalt schützen wollen?

das ist eine wichtige frage: wie kann es angehen, dass einer ganzen reihe grüner politiker und parlamentsmitarbeiter ihre netzpolitischen sperenzchen wichtiger sind als der schutz von menschen?

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